Meteore
Meteor-Kamera
Die Sternwarte Mirasteilas verfügt neu über eine MeteorCam. Dies ist ein Kamera mit einem extremen Weitwinkel, die den gesamten Himmel aufnehmen kann. Sie ist fix installiert auf einer separaten Säule. Eine spezielle Software nimmt automatisch immer dann Bilder auf.
UFO-Capture von SonotaCo.com ist eine sogenannte Motion-detection-Software. Das Programm reagiert also auf Bewegungen innerhalb des Bildes. Somit ist es möglich, allerlei astronomische Erscheinungen zu erfassen. Seien es nun Meteore, Boliden, Feuerkugeln, sogenannte Sprites, oder Satelliten, Flugzeuge, kosmische Blitze oder aber auch nachtaktive Vögel oder gar UFOs. Weiterhin können mit der Software Haus, Hof und Garten überwacht werden. Alles in allem, ein recht leistungsstarkes Programm für vielerlei Anwendungen. Aber alle Anwendungen haben eines gemeinsam, das Programm funktioniert nur bei Dunkelheit !
Website der Fachgruppe
http://www.meteorastronomie.ch
Die Kamera und das aktuelle Bild:

Meteore können auch über eine Reflexion detektiert werden.
Meteore und die Reflexion von Funksignalen
Das Prinzip der Meteorortung mit Hilfe eines „Forward-Scatter“-Radars wird in der untenstehenden Abbildung veranschaulicht. Aufgrund der Erdkrümmung befindet sich der Sender unterhalb des Horizonts und kann daher nicht direkt empfangen werden.
Sobald ein Meteoroid mit sehr hoher Geschwindigkeit in die Atmosphäre eintritt, stößt er mit den dort vorhandenen Stickstoff- und Sauerstoffmolekülen zusammen. Durch die Stoßwelle und die Reibung werden die Atome der Luftmoleküle ionisiert, das heißt, Elektronen werden aus ihrer Umlaufbahn um den Atomkern herausgelöst.
Dabei entsteht eine Art Wolke aus freien Elektronen (-) und positiven Ionen (+), die den Meteoroiden umgibt (und das sogenannte „Head Echo“ erzeugt) und gleichzeitig eine ionisierte Spur hinter dem Meteoroiden hinterlässt.
Ist die Ionendichte groß genug, entsteht eine Plasmawolke, die als guter Reflektor für Radiowellen wirkt; auf diese Weise entstehen die sogenannten „overdense“ Reflexionen.
Dadurch kann das Funksignal, das sowohl an der „Head-Echo-Wolke“ als auch an der ionisierten Spur reflektiert wird, den Beobachter erreichen, obwohl es sonst unhörbar bzw. nicht empfangbar wäre.
Hier der Link zu den radio meteor daten der Sternwarte Mirasteilas: https://www.rmob.org/#Jose%20De%20Queiroz